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Kupferstich, um 1870. Von Jenö Doby, nach Friedrich Friedländer. 17,2 x 24,1 cm (Darstellung) / 23,9 x 30,9 cm (Platte) / 34 x 41,5 cm (Blatt).

Rechts unten in der Platte signiert: "Gest. v. Eugen Doby." Mittig der Titel mit der Druckeradresse "F. Kargl, Wien" und dem Trockenstempel "Der Hamburger und der ältere Wiener Kunstverein". - Nach dem gleichnamigen Gemälde von Friedrich Friedländer aus dem Jahre 1869, welches sich in der Sammlung der Wiener Akademie der bildenden Künste befindet. Das Gemälde zeigt ein Wiener Invalidenheim mit Kriegspensionären aus dem sogenannten Deutsche Krieg zwischen Österreich und Preußen von 1866, von denen ein Neuankömmling offenbar packend von seinen Schlachterlebnissen berichtet. - Blatt offenbar originalrandig, von schöner unberührter Erhaltung. Unscheinbare Stockflecken im großzügig breiten Rand.

Jenö Doby (1834 Kassa / Kaschau - 1907 Porto-Rè bei Fiume). Auch Eugen Doby. Österreich-ungarischer Kupferstecher und Radierer, auch Porträtmaler. Zeichenunterrcith bei seinem Oheim, dem Kunstschriftsteller Eemerich Henszlmann, und dem Kupferstecher Aloys Fuchsthaler. Ab 1852 Schüler des malers Wolfgang Boehm in Wien. Mit diesem 1854/55 in Florenz und Rom sowie 1855/56 in Paris und London. Ab 1856 als Porträtmaler in Kassa. Studierte dann 1863/64 Kupferstich bei Alexander Soudain in Paris und 1868/69 bei L. Jacoby in Wien. Stach und radierte für die Wiener Gesellschaft für vervielfältigende Kunst. War in Budapest als Stecher für die Archäologische Kommission der ungarischen Akademie und für die ungarische Staatsgalerie beschäftigt. Ab 1884 leitete er die Staatliche Kupferstecherschule in Budapest. Neben zahlreichen Gemälde-Reproduktionen entstanden auch eigene Kompositionen. u.a. das Künstlerheim in Kassa oder verschiedene Porträts. Aufgrund seiner fein nuancierten Wiedergabe von Tonwerten und der malerischen Behandlung der Flächen wurden seine Blätter besonders geschätzt.

Friedrich Friedländer (1825 Kohljanowitz in Böhmen - 1901 Wien). Auch Friedländer Ritter von Malheim. Deutsch-böhmischer Genremaler. Studium an der Kunstakademie in Wien, später bei Ferdinand Georg Waldmüller, dessen talentvollster Schüler er war. 1850 reist er studienhalber nach Italien. 1851-54 Aufenthalte in Düsseldorf und Paris. Malte vorrangig gernehafte Szenen aus dem Wiener Volksleben und dem Soldatenalltag. Für das Schloss Belvedere wurden seine Werke 'Volk aus einem Amtsgebäude auf die Straße strömend' von 1859 und 'Erdbeerlieferanten' von 1872 angekauft. Schilderte mit besonderem Erfolg das beschauliche Leben der Kriegspensionäre in Wiener Invalidenhäusern. Dabei eignet seinen Bilder eine klare Anschauung und derbe Charakteristik bei sorgfältiger Ausführung der Details.

80,00 EUR (incl. MwSt.)

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