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Radierung, 1830. Von Adrian Ludwig Richter, nach Ernst Ferdinand Oehme. 20,2 x 17,4 cm (Darstellung) / 28,8 x 23,1 cm (Platte) / 55 x 34,5 cm (Blatt).

Kovalevski 35. Hoff-Budde 218 [1875, 4]. Hoff 165. Aus: Bilderchronik des Sächsischen Kunstvereins (Dresden: Sächsischer Kunstverein 1828-1836). - In der Platte rechts unten signiert "gest. v. L. Richter." In der Darstellung rechts unten wiedergegeben "18 FO 30". Unterhalb betitelt. - Bei dem durch Richter wiedergegebenen Gemälde von Oehme handelt es sich um eine Inkunabel der Sächsischen Romantik. - Originalrandiges Blatt. Von tadelloser Erhaltung.

Adrian Ludwig Richter (1803 Dresden - 1884 Dresden). Bedeutender Maler, Zeichner und Grafiker der deutschen Romantik und des Biedermeier. Sohn des Zeichners und Kupferstechers Carl August Richter. Nach der Schulzeit begann er 1815 als Lehrling seines Vaters, studierte daneben an der Kunstakademie in Dresden. 1820/21 begleitete er den russischen Fürst Narischkin als Zeichner auf einer Reise nach Paris. 1823-26 reiste er nach Italien, wo er unter anderen mit Joseph Anton Koch und Julius Schnorr von Carolsfeld zusammentraf. Dies prägte seine idealistisch-harmonische Landschaftsauffassung. 1828-35 lehrte er an der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur in Meißen, wo Gottfried Pulian zu seinen Schülern zählte. 1826 wurde er als Lehrer für Lasndschaftsmalerei an die Dresdner Kunstakademie berufen. Für die Reihe „Das malerische und romantische Deutschland“ des Leipziger Verlegers Georg Wigand schuf er die Ansichten für die Bände zu Harz, Franken und Riesengebirge. In den späten 1830er Jahren begann er mit Holzschnitt-Illustrationen für Bücher, die ihn unter einem größeren Laienpublikum in Deutschland bekannt machten. Schließlich wurde er zum Professor für Landschaftsmalerei in Dresden ernannt. 1873 musste er aufgrund eines Augenleidens mit dem Malen aufhören und schied 1876 aus der Kunstakademie in Dresden aus.

Ernst Ferdinand Oehme (1797 Dresden - 1855 Dresden). Deutscher Maler, namhafter Vertreter der Romantik, Vater des Malers Ernst Erwin Oehme. Begann mit autodidaktischen Veruschen, wonach er ab 1819 bei Christian Clausen Dahl an der Dresdner Kunstakademie Landschaftsmalerei studierte. Wurde in der Studienzeit mit Caspar David Friedrich bekannt, der Oehmes Frühwerk maßgeblich beeinflusste. Unternahm gemeinsam mit Friedrichs Schüler Johann August Heinrich ausgiebige Naturstudien in der Umgebung von Dresden und in der Sächsischen Schweiz. 1819-25 Reise nach Italien. Seit 1825 Hofmaler in Dresden. Wandte sich im Spätwerk einer realistischeren Landschaftsauffassung zu.

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