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Mezzotinto / Schabkunstblatt, um 1740. Von Johann Elias Ridinger, nach François Boucher. 42,3 x 54,4 cm (Darstellung / Platte) / 43 x 55,5 cm (Blatt).

Schwarz 1461. Nicht bei Thienemann. In der Platte unten rechts signiert. Unterhalb der Darstellung zwei kurze beschreibende Texte (deutsch/latein) in gebundener Rede: "Der Neidische belauscht des treuen Schäfers Glück, / Warum wirfft Gifft und Gram sein tückisch Aug zurück? / Er quälet sich nur selbst, und jener darf nur lachen, / Kan er nur, wie er wünscht, sein Glück vollkommen machen." - Hübsche Schäferszene des Rokoko in einer weindurchrankten Grotte. Im Hintergrund die Herme eines Bacchus oder Satyrs. - Außerordentlich seltenes Blatt! Der in jeder Hinsicht hervorragend zu nennende Internet-Katalog zu Ridinger von Lüder H. Niemeyer verweist hinsichtlich der "von altersher übergroße(n) Seltenheit seiner Schabblätter gerade auch gegenüber der verhältnismäßig vielfach noch sichtbaren Häufigkeit der herkömmlichen Kupfer" auf Sandrart, der schon 1675 schrieb, dass geschabte Kupferplatten Auflagen von höchstens 50 bis 60 sauberen Abdrucken ermöglichen. - Blatt mit Lagerspuren, bis an die Plattenränder beschnitten. Fachmännisch restaurierter Einriss im unteren Rand. Verso Reste alter Montierung. Eher mäßig guter Zustand.

Johann Elias Ridinger (1698 Ulm - 1767 Augsburg). Deutscher Tiermaler, Radierer und Verleger. Ridinger wurde von Christoph Rasch in Ulm und Johann Falk in Augsburg unterrichtet und bildete sich dann in Regensburg weiter, wo ihn seine Vorliebe für die Jagd zum Studium des Wildes hinführte. Er gründete später in Augsburg eine Kunsthandlung und starb hier am 1767 als Direktor der Kunstakademie. Seine radierten Blätter, die sich auf etwa 1600 Stück belaufen, stellen die Tiere in charakteristischen Lebensmomenten und landschaftlichen Umgebungen dar. Weniger gelang ihm die Darstellung der menschlichen Gestalt und zahmer Tiere, wie beispielsweise von Pferden. Alte Abdrücke der Blätter sind selten. Sehr zahlreich sind seine mit Genauigkeit und Geschmack ausgeführten Zeichnungen.

François Boucher (1703 Paris - 1770 Paris). Französischer Maler, Zeichner, Kupferstecher und Dekorateur des Rokoko und Günstling der Marquise de Pompadour, die er auch portraitierte. Er war berühmt für seine frivolen und sinnlichen Bilder.

650,00 EUR (incl. MwSt.)

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